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FORSCHUNGSPROJEKT
,,Radiästhesietest: gibt es ein standortabhängiges Befinden?"

Zusammenfassung
Im Rahmen eines, von der Wirtschaftskammer Niederösterreich - TIP -Waldviertel, geförderten Projektes wurde untersucht, inwieweit statistisch nachweisbare standortabhängige Unterschiede in physiologischen Parametern und der subjektiven Befindlichkeit nachweisbar wären. Wirtschaftlicher Hintergrund war die Öffentlichkeitsarbeit und der Technologievorsprung solcher Unterschiede für den Auftraggeber, der Wünschelrutenschule Dobersberg. Es zeigte sich, dass von den 11 registrierten Parametern immerhin 4 signifikante Unterschiede zeigten.

Resultate
Herzratenvariabilität (HRV)
Dieser Parameter ist im angelsächsischen Raum zur globalen Abschätzung "gut - schlecht" bzw. "gesund - krank" anerkannt. Die Position 1 war in diesem Sinn die "schlechteste", die Position 2 die "gesündeste". Der Unterschied ist im F-Test 1:440 hochsignifikant. Die Position 1 und 3 unterscheiden sich wenig. Die Herzratenvariabilität war in Position 2 um 27% höher - höhere Werte werden als "gesünder" betrachtet.

Psychologische Befindlichkeit - Befragung
In der Position 2 fühlen sich die Versuchspersonen am besten, in der Position 3 am schlechtesten. Der Unterschied ist im T-Test 1:744 hochsignifikant, im F-Test 1:33.000 ebenfalls hochsignifkant.

Stirntemperatur
In der Position 1 sind die Stirntemperaturen höher als in Position 3 (T-Test 1:14 signifikant). Die Erhöhung betrug 0,5°.

Brustatmung
Die Brustatmung ist ein Stressindikator. Sie ist in Position 3 stärker als in Position 1 (T-Test 1:25 hochsignifikant).

Positionsauswertung
Zusammenfassend kann also gesagt werden, dass die Versuchspersonen in der Position 2 am "gesündesten" reagierten, in der Position 3 am "gestresstesten". Die Rutengänger hatten die

  • Position 1 als "abladend", die
  • Position 2 als neutral und die
  • Position 3 als "aufladend" ausgewählt.

Versuchskonzept
Ausgegangen wurde von einem Vorprojekt, bei dem statistisch untersucht wurde ob von Rutengängern (die Absolventen der Wünschelrutenschule Dobersberg waren) an den selben Stellen die selben Aussagen gemacht werden. Das Projekt bestätigte die statistische Übereinstimmung der Aussagen dieser Rutengänger. Mit diesem Ausgangspunkt als Basis, wurde im Schloss Dobersberg nach Stellen gesucht, die übereinstimmend von ausgewählten Rutengängern als "neutral", "aufladend" und "abladend" charakterisiert wurden.


Plan der Lokalität - Positionen sind durch einen Stern (*) gekennzeichnet

Es sollte nun untersucht werden ob an Versuchspersonen, denen die "Wünschelruten-Interpretation" dieser Lokalisationen unbekannt war, irgendwelche objektivierbare Effekte zu messen sind, die eine Unterscheidung der 3 Positionen gestatten würde.

Vorgangsweise - Zusammenfassung
  • Festlegung der Versuchsplätze
  • Radiästhetische Aufnahme mit 5 Radiästheten
  • 30 Versuchspersonen werden mittels EEG Messung, mithilfe einer Temperatur, einer Leitwertmessung, einer Hauttemperatur an Oberarmen und im Rücken, sowie Pulsvariabilität während der Testzeit vermessen.
  • Die Versuchspersonen werden am abladenden, aufladenden und neutralen Platz vermessen.
  • Randomisiert in den Positionen
  • Auswertung der physiologischen Unterschiede
  • Auswertung der Unterschiede in der Befindlichkeit
  • Aufgrund der beschränkten Messkapazität wird gleichzeitig immer nur ein Proband vermessen
  • Vor der ersten Position und nach jeder Messung werden die Versuchspersonen psychologisch getestet, um einen Maßstab für die Befindlichkeit zu haben.

Versuchsauswertung
Die psychologische Testung wurde mit einem anerkannten Testset durchgeführt. Es wurden Gegensatzpaare präsentiert und der Proband ersucht, sein derzeitiges Befinden in diesem Gegensatzpaar einzuordnen. Die Gegensatzpaare wurden in Richtung
  • aktiv
  • gehemmt
  • sicher
  • aufgeregt
  • gut gelaunt
  • angespannt
  • heiter
  • unzufrieden
  • stark
  • gereizt
  • unbehaglich
  • frisch
  • müde
ausgewählt.

Die Antworten wurden schriftlich von der psychologischen Versuchsleiterin, Frau Dr. König, festgehalten:


Versuchsleiterin Psychologie Dr. König bei einer Befragung


Der elektronische Versuchsaufbau wurde mit Industriedatenerfassungsmodulen ISM realisiert, die eine Datenerfassung mit einer Genauigkeit von 14 Bit erlauben:


Datenerfassungspaneel mit ISM Modulen


Die Messdaten der empfindlichen Gehirnstrommessung wurden über ein vorgelagertes Terminalbord mit dem EEG-Meßgerät realisiert:


Terminalbord mit EEG-Meßgerät


Programmierung
Für dieses Projekt wurde ein LabWindowsCVI Programm zur automatischen Registrierung der Messdaten geschrieben. Das Programm ermöglichte die unmittelbare Beobachtung der Messwerte am Computerschirm.


Datenerfassungsschirm



Datenerfassungsschirm im praktischen Einsatz


Messung
Folgende Parameter wurden registriert:

  • elektrischer Hautwiderstand am Rücken (2 Gelelektroden)
  • elektrischer Hautwiderstand am Daumenballen der dominierenden Hand (2 Gelelektroden)
  • Temperatur der Stirn
  • Temperatur der Handinnenfläche der dominierenden
  • Lufttemperatur
  • Brustatmung (Umfangsvariation beim Atmen)
  • Bauchatmung (Umfangsvariation beim Atmen)
  • Spannung (Muskelspannungen) - testweise
  • Herzfrequenz
  • Alphawellenanteil der Gehirnströme
  • Abfrage der Befindlichkeit durch einen anerkannten psychologischen Test / 14 Parameter

elektrischer Hautwiderstand am Rücken (2 Gelelektroden)

Messung des elektrischen Hautwiderstandes


elektrischer Hautwiderstand am Daumenballen der dominierenden Hand (2 Gelelektroden)

elektrischer Hautwiderstand am Daumenballen


Temperatur der Stirn sowie Alphawellenanteil der Gehirnströme

Temperatur der Stirn (Mitte) sowie Alphawellenanteil der Gehirnströme (rechte und linke Stirnelektrode)


Temperatur der Handinnenfläche der dominierenden Hand - Mitte

Temperatur der Handinnenfläche (mittlerer Sensor)


Lufttemperatur

Lufttemperaturmessung


Brustatmung und Bauchatmung

Brustatmung und Bauchatmung


Spannung (Muskelspannungen) - testweise

Muskelspannungen (EMG) versuchsweise Realisierung


Voll ausgerüstete Versuchspersonen


Versuchspersonen mit allen Messsensoren


Messdaten
Eine Übersicht der Resultate finden Sie am Anfang dieses Berichtes.
Statistik über die gemessenen Werte:


Zum Vergrößern bitte anklicken


Vor der Analyse der Daten mussten diese, aufbauend auf Zeitmarken, den diversen Stationen zugeordnet werden. Danach konnte eine Analyse durchgeführt werden.


Beispiel einer Messung der Stirntemperatur



Beispiel einer Messung des elektrischen Widerstandes an der Hand



Beispiel einer Atmungsmessung



Beispiel einer Messung der Spannung der Rückenmuskeln



Beispiel einer Alphawellenmessung (Gehirnströme)


Studienausführer

Kontakt:
Wolfgang Hanisch
Schuppertholz 23
Radlmühle
3843 Dobersberg
Tel: 02843 2890
e-Mail